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097 - Dachgeschossausbau, Umbau und energetische Sanierung eines Zweifamilienwohnhauses

Projektdaten

Leistungsphasen: HOAI 1-8
Ort: Minden - Dützen
Planungs- & Ausführungszeitraum: 04/2014 - 10/2017
Nettogeschossfläche: 351 m² (ohne. Keller)
Merkmale: Sanierung in Bauabschnitten
Kellersanierung
Mehrgenerationen-Wohnhaus
Stahltreppe mit Holzstufen
Dachgeschossausbau mit Gauben
zweischaliges Mauerwerk mit Hohlraumdämmung
Kellerdeckendämmung Kappendecke
Pelletheizung
KfW Effizienzhaus 115

Projektbilder

  • Straßenansicht nach der Sanierung

    Straßenansicht nach der Sanierung

  • Dachgeschossausbau

    Dachgeschossausbau

  • Dachgeschoss vor der Sanierung

    Dachgeschoss vor der Sanierung

  • Dachgeschoss nach der Sanierung

    Dachgeschoss nach der Sanierung

  • Glasbrüstung Dachgeschoss

    Glasbrüstung Dachgeschoss

  • Entwurf: Grundriss Erdgeschoss

    Entwurf: Grundriss Erdgeschoss

  • Entwurf: Grundriss Obergeschoss

    Entwurf: Grundriss Obergeschoss

  • Entwurf: Grundriss Dachgeschoss

    Entwurf: Grundriss Dachgeschoss

  • Straßenansicht vor der Sanierung

    Straßenansicht vor der Sanierung

Projektbeschreibung

Ein Wohnhaus mit angebauter Remise und Stallanbau aus den 1920er Jahren sollte zu einem Zweifamilienwohnhaus mit voneinander unabhängigen Wohneinheiten umgebaut werden. Da die Wohnung im Erdgeschoss während der gesamten Bauphase von den Bauherren bewohnt wurde, erfolgten die Kellersanierung, der Dachgeschossausbau und die energetische Sanierung in zwei Bauabschnitten.

In einem ersten Bauabschnitt wurde das feuchte Kellermauerwerk saniert. Während der Planungsphase wurde bei Probegrabungen durch den Architekten festgestellt, dass das Kellermauerwerk in den 1920er Jahren ohne Fundamente in dem lehmigen, bindigen Boden errichtet wurde. In Abstimmung mit dem Statiker wurde das Kellermauerwerk abschnittweise unterfangen und neue Streifenfundamente eingebaut. Anschließend wurde das Mauerwerk von außen abgedichtet und eine Dränage verlegt.

Im zweiten Bauabschnitt wurden im Erdgeschoss nur kleine Eingriffe in die Bausubstanz ausgeführt. Die Wohnung erhielt eine neue Außentreppe, die mit Granitplatten belegt wurde, sowie ein Vordach mit Zinkblecheindeckung. Die neue Hauseingangstür wurde in der Ebene der Straßenfassade eingebaut, so dass dahinter ein Windfang entstand. Im Bereich der ehemaligen Treppe zwischen Erd- und Obergeschoss wurde die Decke geschlossen und eine gedämmte Holzrahmenbauwand zum Keller eingezogen. Der Austausch der Fensterelemente durch dreifach verglaste Kunststofffenster erfolgte raumweise in Abstimmung mit den Bauherren.

Die Wohnung im Ober- und Dachgeschoss wird über eine neue Stahltreppe in der Remise erschlossen. Hierfür wurde der Raum bis in den First geöffnet. Die bauliche Struktur im Obergeschoss wurde weites gehend erhalten. Ein breiter Wanddurchbruch vom neuen Eingangsbereich der Wohnung in den ehemaligen Flur schafft eine großzügige, offene Wohndiele. In der Küche wurde ein Abstell- und Vorratsraum mit einer Holzrahmenbauwand abgetrennt. Im erstmals ausgebauten Dachgeschoss entstanden durch drei Gauben mit Zinkblecheindeckung und fünf Dachflächenfenstern lichtdurchflutete Räume die zukünftig als Arbeitszimmer, Badezimmer und Elternschlaf- und wohnbereich genutzt werden. Die alte Treppe vom Ober- ins Dachgeschoss wurde überarbeitet und erhielt im Dachgeschoss eine Glasbrüstung als Absturzsicherung. Der alte Dielenboden im Ober- und Dachgeschoss wurde ebenfalls abgeschliffen und wieder matt lackiert.

Für das Gebäude wurde durch den Architekten ein Energiekonzept entwickelt, dass eine Förderung durch die KfW als Effizienzhaus 115 ermöglichte. Die energetische Sanierung des Gebäudes umfasste folgende Maßnahmen:

  • Hohlraumdämmung des zweischaligen Mauerwerks mit mineralischer Einblasdämmung
  • Wärmedämmverbundsystem auf der Nord- und Ostseite (teilweise 24cm monolithisches Mauerwerk)
  • gedämmte Vorsatzschale zur Remise (24cm monolithisches Mauerwerk)
  • Austausch der Fenster durch dreifachverglaste Fensterelemente
  • Austausch/Einbau Hauseingangstürelemente
  • Dämmung der Dachflächen im Zusammenhang mit dem Dachgeschossausbau
  • Dämmung der Kellerdecke (Kappendecke) mit Polystyrol Einblasdämmung
  • Austausch der Ölheizung durch eine Pelletheizung
  • Optimierung der Heizungsanlage durch Austausch von Heizkörpern und Montage von voreingestellten Thermostatventilen
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs