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030 - Umbau und energetische Sanierung einer Doppelhaushälfte

Projektdaten

Leistungsphasen: HOAI 1-9
Ort: Minden
Planungs- & Ausführungszeitraum: 10/2008 - 06/2009
Nettogeschossfläche: vorher 125 m², nachher 132 m²
Merkmale: KfW Förderung durch hohen energetischen Standard
Erweiterung der Wohnfläche durch auskragenden Erker
Pfosten/Riegel Element als Fensterfront
Solarthermische Anlage zur Brauchwassererwärmung
Halbierung der Energiekosten für die Wärme- und Warmwassererzeugung

Projektbilder

  • Straßenansicht mit auskragendem Erker

    Straßenansicht mit auskragendem Erker

  • Detail: Holzrahmenelement

    Detail: Holzrahmenelement

  • Bau mit vorgefertigten Holzrahmenelmenten

    Bau mit vorgefertigten Holzrahmenelmenten

  • Systemschnitt

    Systemschnitt

  • Entwurf: Grundriss Erdgeschoss

    Entwurf: Grundriss Erdgeschoss

  • Entwurf: Grundriss Obergeschoss

    Entwurf: Grundriss Obergeschoss

  • Entwurf: Grundriss Dachgeschoss

    Entwurf: Grundriss Dachgeschoss

Projektbeschreibung

Durch eine zwingend notwendige Badsanierung stellte sich die Frage, wie in das Bad im Obergeschoss eine Dusche integriert werden kann. Da der Grundriss des bestehenden Hauses keinen Platz hergab, entschloss sich die Baufamilie das Bad durch ein auskragendes Bauteil zu erweitern. Im Dachgeschoss sollte zusätzlicher Platz für ein Archiv entstehen.

Die alten, undichten Wasser- und Abwasserleitungen wurden ausgetauscht und das Bad mit Dusche saniert.

Der Erker wurde als auskragendes Bauteil über zwei Geschosse geplant. Dieser erfüllte darüber hinaus noch zwei weitere Funktionen: Er bildete das Vordach über der Haustür und das Flachdach ergabt eine nach Süden ausgerichtete Stellfläche für Solarkollektoren. Der Erker wurde als L-Förmiges Holzrahmenbauelement in das Satteldach mit Betondecke eingesetzt. Die Fassade wurde mit durchgefärbten Faserzementplatten beplankt. Zur Straße hin wurde die Fensterfront mit einer Pfosten/Riegel Konstruktion mit Fenstertüren und Lärche Dreischichtplatte gestaltet.

Dach Dach wurde zwischen den Sparren mit Zellulose gedämmt. Auf den Sparren bildete eine Holzfaserdämmplatte das neue Unterdach. Das bestehende Wärmedämmverbundsystem der Außenwände wurde aufgedoppelt und eine Dämmstärke von insgesamt 14cm erreicht. Zusätzlich wurden die Leibungen der Fenster gedämmt und die Haus- und Seiteneingangstür ausgetauscht. Der Sockelbereich erhielt eine Perimeterdämmung, um die Wärmebrücke der Betondecke über dem Keller zu reduzieren. Die Kellerdecke erhielt eine besonders leistungsfähige Dämmung und die Kellertreppe wurde von unten gedämmt.

Die solarthermische Anlage mit Vakuumröhrenkollektoren produziert nun 80% des Warmwassers. Dezentrale Lüftungsgeräte mit 83% Wärmerückgewinnung befördern vorgewärmte Frischluft in das Haus.

Der durch die Gastherme zu erzeugende Heizwärmebedarf zzgl. einem kleinen Anteil für Warmwasser (80% werden mit der Solaranlage erzeugt) beträgt 10.500 kWh im Jahr. Bei einem Gaspreis von 6,28Cent/kWh betragen die Energiekosten für Gas nach der Sanierung 660 €/Jahr. Durch die energetische Sanierung des Gebäudes erreichte das Gebäude den Neubaustandard nach ENEV 2007 und reduzierte die Energiekosten um 50%. Der erreichte energetische Standard machte es möglich für die Sanierung einen zinsgünstigen Kredit der KfW-Förderbank zu beantragen.