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090 - Umbau und energetische Sanierung eines Zweiständer-Fachwerkhauses

Projektdaten

Leistungsphasen: HOAI 1-8
Ort: Espelkamp - Frotheim
Planungs- & Ausführungszeitraum: 11/2013 - 07/2014
Nettogeschossfläche: 58 m² (Dachgeschossausbau)
Merkmale: Zellulosedämmung und Lehmputz
denkmalgerechte Schleppgauben mit Zahnleiste
Austausch der Heizungsanlage
Solarthermie zur Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung
KfW Effizienzhaus Baudenkmal

Projektbilder

  • Südansicht nach der Sanierung

    Südansicht nach der Sanierung

  • Nordansicht nach der Sanierung

    Nordansicht nach der Sanierung

  • Südwestansicht mit Solarthermie

    Südwestansicht mit Solarthermie

  • Innenraum: Dachgeschoss nach der Sanierung

    Innenraum: Dachgeschoss nach der Sanierung

  • Entwurf: Systemschnitt

    Entwurf: Systemschnitt

  • Entwurf: Grundriss Dachgeschoss

    Entwurf: Grundriss Dachgeschoss

  • Entwurf: Grundriss Dachgeschoss Ausbauvariante

    Entwurf: Grundriss Dachgeschoss Ausbauvariante

Projektbeschreibung

Der um 1820 errichtete Zweiständerfachwerkbau mit massivem Stallanbau wurde bereits Anfang der 80er Jahre teilsaniert. Jetzt sollte der ehemalige, denkmalgeschützte Bauernhof energetisch saniert, konstruktiv in Stand gesetzt und umgebaut werden. Dabei sollte der KfW Effizienzhausstandard „Baudenkmal“ erreicht werden. Die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen waren darüber hinaus mit dem Amt für Denkmalpflege abstimmen.

Die Dämmung der Bauteile erfolgte konsequent mit Zellulose. Die gut gedämmten Bauteile sorgen für geringe Wärmeverluste im Winter und einen guten sommerlichen Wärmeschutz unter der großen Dachfläche. Außerdem waren viele bauphysikalisch anspruchsvolle Details auszuführen, bei denen die Zellulose einen optimalen Feuchtigkeitsschutz gewährleistet.

Die Giebelseite wurde mit einer Innendämmung, bestehend aus Zellulose und Schilfrohrplatte versehen und abschließend mit Lehm verputzt.

Für die Reduzierung der Heizkosten wurde eine solarthermische Indach Anlage auf dem Dach des Stallanbaus in optimaler Südausrichtung installiert.

Um die notwendige Belichtung und Belüftung sicher zu stellen wurden drei Dachflächenfenster und zwei Gauben in Holzrahmenbauweise errichtet. Zusätzlich wurden zwei Gefache in der nördlichen Giebelwand geöffnet und skandinavische Holzfenster eingesetzt.

Der Energiebedarf wurde durch die neu gedämmten Bauteile (Dachflächen, Außenwände, Drempelbereiche, oberste Geschossdecken, Neueinbau Fenster) und eine sparsame Heizungsanlage deutlich gesenkt. Die solarthermische Anlage unterstützt die Heizungsanlage und erwärmt das Brauchwasser. Das Planungsziel KfW Effizienzhaus Baudenkmal wurde erreicht und übertroffen. 

Der Dachraum über der Diele wurde denkmalgerecht, zum Wohnbereich umgebaut. Dabei wurden alle ursprüngliche Bauteile bewahrt und nach Bedarf in Stand gesetzt. Der bis unter den First geöffnete Dachraum wurde als offener Wohnbereich ausgeführt. Die Planung ermöglicht es darüber hinaus, ihn nachträglich in eine kleine Einliegerwohnung mit zwei Räumen und einem Duschbad aufzuteilen.