Unsere Seite verwendet Cookies und andere ähnliche Technologien. Mit der Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

105 - Zweiständer Fachwerkhaus - Teil 2: Umbau und energetische Sanierung

Projektdaten

Leistungsphasen: HOAI 1-8
Ort: Espelkamp - Frotheim
Planungs- & Ausführungszeitraum: 08/2014 - 09/2015
Nettogeschossfläche: 358 m²
157 m² (Ober- und Dachgeschossausbau)
Merkmale: Zweiständer Fachwerkhaus
Dachgeschossausbau
Einbau von 4 denkmalgerechten Schleppgauben
Dämmung mit Zellulose
Wandstrahlungsheizung mit Lehmputz
Sockeltemperierung im Erdgeschoss
KfW Effizienzhaus Baudenkmal

Projektbilder

  • Südostansicht nach der Sanierung

    Südostansicht nach der Sanierung

  • Westansicht nach der Sanierung

    Westansicht nach der Sanierung

  • Innenraum: Deele

    Innenraum: Deele

  • Innenraum: Elternschlafzimmer

    Innenraum: Elternschlafzimmer

  • Innenraum: Elternbad

    Innenraum: Elternbad

  • Innenraum: Wohnküche Obergeschoss

    Innenraum: Wohnküche Obergeschoss

  • Innenraum: Kinderbad

    Innenraum: Kinderbad

  • Innenraum: Flur Obergeschoss mit indirekter Beleuchtung

    Innenraum: Flur Obergeschoss mit indirekter Beleuchtung

  • Entwurf: Grundriss Erdgeschoss

    Entwurf: Grundriss Erdgeschoss

  • Entwurf: Grundriss Obergeschoss

    Entwurf: Grundriss Obergeschoss

  • Entwurf: Grundriss Dachgeschoss und Querschnitt

    Entwurf: Grundriss Dachgeschoss und Querschnitt

  • Entwurf: Längsschnitt

    Entwurf: Längsschnitt

  • Werkplanung Schnitt A-A

    Werkplanung Schnitt A-A

Projektbeschreibung

Die eigentliche Aufgabe bei dem Baudenkmal bestand in der energetischen Sanierung sowie dem Aus- und Umbau des Zweiständer Fachwerkhauses. Neben dem bereits vollständig zu Wohnzwecken ausgebauten Erdgeschoss wurde das Obergeschoss über dem Kammerfach erneuert. Das Obergeschoss über der Diele sowie ein Raum im Dach über dem Kammerfach wurden im bisher leeren Dachraum neu geschaffen.

Für die energetische Sanierung wurde ein Konzept entwickelt, um für das Gebäude eine Förderung als KfW Effizienzhaus Denkmal zu erhalten. Da fast der gesamte Dachraum des ehemaligen Hofes ausgebaut werden sollte, was vom Volumen einem größeren Einfamilienhaus entsprach, wurde die Dachfläche besonders gut gedämmt. Das größte, wärmeübertragende Bauteil wurde mit insgesamt 28cm Zellulose und Holzfaser gedämmt. Neben dem hervorragenden winterlichen Wärmeschutz war damit auch eine schnelle Aufheizung des Dachraums im Sommer ausgeschlossen. Die Zellulose im Zusammenhang mit einer sorgfältig eingebauten Dampfbremse, wurde als Dämmung auch ausgewählt, um Tauwasserschäden und Schimmel zu vermeiden.

An der Innenseite der Giebelwände im Obergeschoss wurde eine Holzfaserplatte mit Lehm vor das Fachwerk montiert. Nach Innen erhielt der Aufbau eine Wandstrahlungsheizung und einen mehrlagigen Lehmputz. Im Erdgeschoss lag bereits eine Fußbodenheizung mit Dämmung unter dem Estrich. Bis auf wenige Konvektionsheizkörper wird das Haus jetzt durch Wand und Fußbodenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur, energiesparend beheizt. Darüber hinaus legen die Strahlungsheizungen zum Teil auch die Bauteile trocken wie z.B. das schlagregenoffene Sichtfachwerk der Giebel und die Schwelle der Fachwerkaußenwände.

Der Aus- und Umbau des Gebäudes erfolgte in Holzrahmenbauweise. Die denkmalgeschützte Fachwerkkonstruktion wurde dadurch nur berührt und bei Bedarf saniert, aber nicht verändert. In den Dachraum wurde dazu ein neuer Gebäudekern eingefügt. Auf der bestehenden Eichenbalkendecke über Erdgeschoss wurde ein Deckenrahmen aufgebaut und ausgeglichen. Die bestehende Dachkonstruktion wurde verstärkt, ergänzt und die Dämmtiefe durch Anlaschen von zusätzlichen Hölzern vergrößert. Zusätzliche Beleuchtung wurde durch vier Schleppgauben und zusätzliche Dachflächenfenster geschaffen. Der bestehende Treppenraum wurde so erweitert, dass insgesamt vier Geschossebenen auf verschiedenen Höhen erreichbar sind. Der Grundriss der neu geschaffenen drei Wohnebenen im Dachraum wurde ebenfalls mit Holzrahmenwänden errichtet. Hier hatte die Zellulose in den Wänden die Funktion einer Schalldämmung.